Carsten Rutz

Herr Rutz, Sie sind seit 2007 mit Ihrem Unternehmen Mitglied beim BFW Nordrhein-Westfalen.

Was bedeutet Verbandsarbeit für Sie und was zeichnet diese Arbeit aus?

Rutz: Ich sehe in einem Verband einen notwendigen Mittler zwischen Gesellschaft und Politik. Viele Menschen haben das Vorurteil, Verbandsarbeit würde ja nur dem Zweck dienen, sich hinter verschlossenen Türen zu bereichern. Ich aber sehe ihre gesellschaftspolitische Aufgabe darin, dass sich Experten – in unserem Falle aus der Immobilienwirtschaft – inhaltlich mit den Entscheidern der Politik austauschen, die naturgemäß nicht alle Spezialisten aus unserer Branche sind. So kann den Volksvertretern plausibel beschrieben werden, wie die Wirtschaft auf die Bedürfnisse der Menschen möglichst effizient eingehen kann. Gute Politiker nehmen Experten-Meinungen ernst.

Welches Projekt würden Sie derzeit gerne hervorheben?

Rutz: Ganz klar das Netzwerk für junge Unternehmer und Projektentwickler. Unsere jüngeren Mitarbeiter sind da auch immer dabei. Eine Branche wird auf Dauer unflexibel und ist nicht mehr nah an allen Menschen dran, wenn sich immer nur die Alten zum Netzwerken treffen. Jung und Alt ticken eben unterschiedlich. Der BFW in Nordrhein-Westfalen hat sich in den vergangenen Jahren selbst entstaubt und in der Geschäftsstelle modern aufgestellt. Die Netzwerk-Veranstaltung ist Ausdruck dieses frischen Windes.

Auf welches Ihrer Projekte sind Sie besonders stolz?

Rutz: Da möchte ich keines hervorheben. Ich bin aber tatsächlich stolz auf jedes einzelne Haus, das wir gebaut haben. Die meisten Menschen kaufen sich in ihrem Leben nur eine einzige Immobilie und schaffen sich damit ein Stück Heimat. Jedes Haus ist einzigartig für die Menschen, die es kaufen und einziehen. Dass die Menschen bei dieser Sache der Deutschen Reihenhaus ihr Vertrauen schenken, erfüllt mich mit Stolz.

Vor welchen aktuellen Herausforderungen steht Ihr Unternehmen?

Rutz: Kluge Köpfe zu gewinnen und auch langfristig zu halten. In Sachen Mitarbeiterbindung haben wir in den vergangenen Monaten verschiedene Maßnahmen anlaufen lassen, wie zum Beispiel ein Mentoren-Programm, Trainee-Tage sowie verschiedene Sport- und Unterhaltungsangebote. Große Konzerne locken mit großen Namen und zahlreichen Bespaßungsprogrammen. Als mittelständisches Unternehmen müssen wir sehen, dass wir mit unseren Qualitäten Berufssuchende unmittelbar bei der ersten Begegnung ansprechen und von der DRH-Familie begeistern können.

Die Deutsche Reihenhaus AG blickt auf eine mehr als 100jährige Firmengeschichte zurück.
Rund 150 Mitarbeiter sind für das Unternehmen tätig, die sich einbringen und gemeinsam etwas Wertvolles gestalten: Familienleben in der Stadt.

Dipl.-Ing. Carsten Rutz (Jahrgang 1970) ist seit 2010 Mitglied des Vorstands der Deutschen Reihenhaus AG und verantwortlich für die Bereiche Projektentwicklung, Baurecht, Unternehmenskommunikation und Vertrieb. Zusätzlich ist er seit 2014 Mitglied im Präsidium des Instituts der Deutschen Immobilienwirtschaft e.V. (iddiw).