Wohnungsmarkt NRW

Baufertigstellungszahlen 2016

Veranstaltung_Steuerforum

Die vom statistischen Landesamt, IT.NRW, veröffentlichten Baufertigstellungszahlen für 2016 zeigen einen Anstieg auf. Insgesamt wurden in NRW 2016 16 Prozent (einschl. Umbaumaßnahmen) mehr Wohnungen fertiggestellt als 2015. Das entspricht in absoluten Zahlen 47.160 Wohnungen. In neuen Wohngebäuden wurden Wohneinheiten 12 Prozent (40.722 Wohnungen) mehr Wohnungen fertiggestellt.

Diese Steigerung ist positiv zu bewerten, um jedoch den Neubaubedarf in NRW bis 2020 von 400.000 Wohnungen zu decken, reicht es nicht aus. Der jährliche Bedarf liegt bei ca. 80.000 neuen Wohnungen.

 


Wohnungsmarktanalyse NRW

Die NRW.BANK hat für den Jahresbericht 2016 des BFW NRW einen Artikel zum Wohnungsmarkt NRW geschrieben. Den vollständigen Beitrag finden Sie hier:   Wohnungsmarktanalyse-NRW.BANK_.pdf pdf Datei ansehen —  Datei herunterladen

 


Mietspiegelreform sorgt für sinkende Preise

Durch die Einführung der Mietpreisbremse im letzten Jahr hat der Mietspiegel enorm an Bedeutung gewonnen. Es gilt, dass der Mietpreis bei einer Neuvermietung nur maximal 10% über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen darf. Seit Jahren kritisieren Vermieter und Eigentümer, dass der Mietspiegel nicht geeignet ist den tatsächlichen Mietwert darzustellen. Im politischen Berlin wird momentan jedoch schon über die zweite Mietrechtsreform diskutiert. Ein Teil dieser Mietrechtsnovellierung befasst sich auch mit der Erstellung des Mietspiegels. Dabei plant das Justizministerium den Mietspiegel auf eine breitere Basis zustellen und nicht wie bisher die Daten der letzten vier Jahre mit einzubeziehen, sondern den Betrachtungszeitraum auf zehn Jahre auszuweiten.

Was dies für die Miete bedeuten würde belegt nun eine Studie des IVD. Der Verband hat für 15 Deutsche Großstädte einen Mietspiegel auf Basis des aktuellen Gesetzesentwurfs entwickelt. Die Studie zeigt, dass in allen Fällen der Mietspiegel sinken würde. Für Köln und Düsseldorf macht die Studie einen Unterschied von acht bzw. sieben Prozent aus. Besonders betroffen wäre Hannover mit einem durchschnittlichen Absinken des Mietspiegels von 18%.

Der BFW NRW steht diesen Plänen kritisch gegenüber und sieht sich durch die Studie des IVD bestätigt. Der Wert einer Immobilie würde so künstlich gedrückt werden und Investitionen in den dringend gebrauchten Wohnungsneubau weiter unattraktiv machen.

Die gesamte Studie finden Sie hier: Mietspiegel_CRES_20160125.pdf pdf Datei ansehen —  Datei herunterladen


Studie im Auftrag von CORPUS SIREO legt offen: Wohneigentum in NRW immer teurer

In den rheinischen Metropolstädten Köln, Bonn und Düsseldorf sind die Preise für Wohneigentum erneut dramatisch gestiegen – Zu diesem Ergebnis kommt das Forschungsinstitut empirica, das im Auftrag von CORPUS SIREO 22.278 Immobilieninserate für diese Städte ausgewertet hat. Dabei scheint eine Trendwende zu mehr Bautätigkeit nicht in Sicht: Steigende Preise auf einem immer angespannteren Immobilienmarkt sind die Folge.
So kostete eine Eigentumswohnung im Jahr 2015 im Schnitt 2.800 Euro/qm, was einer Steigerung von 9,8 Prozent gegenüber 2014 entspricht. Das Angebot an Eigentumswohnungen ist im selben Zeitraum um 14 Prozent gesunken.

Exemplarisch lässt sich diese Misere am Kölner Wohnungsmarkt veranschaulichen: Bei einem prognostizierten Bevölkerungswachstum von 10.000 Zuzüglern bis 2025 entsteht ein Bedarf von mehr als 50.000 neuen Wohnungen. Tatsächlich werden jedoch nur 4.000 Neubauwohnungen pro Jahr errichtet. Vor diesem Hintergrund steigen die Preise: Im Jahr 2015 kostete eine Eigentumswohnung im Schnitt 2.800 Euro/qm, was einer Steigerung von 9,8 Prozent gegenüber 2014 entspricht. Das Angebot an Eigentumswohnungen ist im selben Zeitraum um 14 Prozent gesunken.

Auch Einfamilienhäuser kosten in Köln im Durchschnitt 419.000 Euro – ein Anstieg von 7,7 Prozent zum Vorjahr. Das Angebot ist stark rückläufig, im Jahr 2015 waren 20 Prozent weniger Häuser auf dem Markt als ein Jahr zuvor. Das ist der stärkste Rückgang seit drei Jahren. Auch in der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn ist dieser Trend zu beobachten. Hier kostet ein Neubau 494.000 Euro, was im Jahresvergleich eine Steigerung um 15 Prozent bedeutet. Spitzenreiter im direkten Städtevergleich ist Düsseldorf: Für Neubauten werden im Durchschnitt 681.000 Euro verlangt – womit man hier sogar das traditionell hochpreisige Frankfurt überholt.

Um detailliertere Informationen über die Studienergebnisse zu erlangen, steht Ihnen hier der neue „City Report Wohnen“ unseres Mitgliedsunternehmens CORPUS SIREO Makler GmbH zur Verfügung.

City-Report-KölnBonn-2016.pdf pdf Datei ansehen —  Datei herunterladen


Wohnungsmarktbericht 2015 der NRW.BANK

Anfang 2016 ist der Wohnungsmarktbericht der NRW Bank erschienen. Er stellt fest, dass 2014 zwar mehr Wohnungen gebaut wurden als in den Vorjahren, doch angesichts der steigenden Einwohnerzahl es immer noch zu wenig sind. Dies betrifft vor allem die Städte entlang der Rheinschiede- hier hat sich die Situation auf dem Wohnungsmarkt im vergangenen Jahr noch verschärft. Nordrhein-Westfalen zieht weiterhin Einwohner an, auch in Folge der Zuwanderung. Besonders stark wachsen die Arbeitsplatzzentren, allen voran Bonn, Köln und Düsseldorf. Der Druck auf den Markt für kleine preisgünstige und preisgebundene Wohnungen nimmt in diesen Gegenständen dementsprechend zu.

Den ganzen Wohnungsmarktbericht 2015 finden Sie hier: NRW.BANK_Wohnungsmarktbericht_NRW_2015.pdf pdf Datei ansehen —  Datei herunterladen

 


Rückgang der Baugenehmigungen ist ein Grund zur Sorge

Baugenehmigungen 2014 tabelle

Für das Jahr 2014 wurden 45.630 Wohnungen zum Bau freigegeben. Das einspricht einer Baugenehmigungsquote (genehmigte Wohnungen je 10.000 Einwohner) von 25,9 Prozent. Die Zahl der geplanten Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern ging überdurchschnittlich zurück. Die Baugenehmigungen für Mehrfamilienhäuser blieben laut IT NRW mit 2,4 Prozent unter dem Niveau von 2013. Bundesweit hat die Gesamtzahl der Baugenehmigungen jedoch zugenommen; NRW hinkt also im Bundesvergleich hinterher.

Wenn das Land NRW trotz einer Niedrigzinsphase und hoher Zuwanderungsrate im letzten Jahr acht Prozent weniger Baugenehmigungen erteilt als 2013, ist das Grund zur Sorge.- Martin Dornieden

Der BFW NRW sieht die Zahlen als Indikator dafür, dass die Landesregierung sich intensiver mit der Förderung des Neubaus beschäftigen muss. Ohne die Investition der Privatwirtschaft wird der große Bedarf an bezahlbaren Wohnraum nicht gedeckt. Wichtig ist daher die Schaffung besserer Rahmenbedingungen, die den Neubau nicht weiter verteuern und insbesondere den Mietwohnungsmarkt attraktiv machen. Die Anhebung der Grunderwerbssteuer und die Novellierung der Energieeinsparverordnung haben die mittelständische Immobilienwirtschaft schwer belastet. Das zeigt sich auch in den Baugenehmigungszahlen der letzten Jahre.