BFW-Stadtgespräch Ruhr in Bochum

Düsseldorf, 28.10.2022. Rund 70 Teilnehmer*innen trafen sich zum Stadtgespräch Ruhr des BFW Nordrhein-Westfalen im Audimax des EBZ - Europäisches Bildungszentrum der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft - an der Spingorumallee in Bochum..

Auch an diesem Abend galt der von der Immobilienzeitung so treffend formulierte Satz „Die Stimmung ist besser als die Lage“. Nach Begrüßung durch NRW-Landesgeschäftsführerin Elisabeth Gendziorra und einem Grußwort von Bochums Bürgermeister Dr. Sascha Dewender wurde es fachlich.

Christian von Malottki, Senior-Researcher von BPD Immobilienentwicklung GmbH, lieferte erstaunliche Daten zum Leben in den Ruhrstädten Essen, Bochum und Dortmund. „So dramatisch die aktuelle Verschlechterung der Erschwinglichkeit von Wohnraum auch im Ruhrgebiet ist: der „Pott“ ist mit seinem günstigen Verhältnis von Kaufkraft und Wohnkosten nun besser aufgestellt als alle anderen großen deutschen Ballungsräume“, informierte der Researcher.

allmyhomes Geschäftsführer Florian Frey bereitete die Wohnungswirtschaft mit südbadischem Charme und klaren Worten auf härtere Vertriebszeiten vor. Über die Allgeneinplätze hinaus machte er sehr konkret deutlich, worauf es in seinen Augen jetzt ankommen wird. „Komplexe Analyse wird wichtiger denn je, wir können gerade öffentlichen Wohnraum in nicht gerade dicht besiedelten Gebieten schaffen, das braucht aber attraktive Infrastrukturkonzepte“, verwies er auf die Entwicklung in anderen Bundesländern. "Das klassische Modell „ein Portal, ein Vertrieb” auf dem Immobilienmarkt hat ausgedient. Stattdessen braucht es Diversität, um schnellstmöglich die richtigen Käufer zu finden: Durch das Bespielen aller verfügbaren Kanäle holen wir die Kaufinteressenten gezielt ab. Anschließend spielen wir die vorqualifizierten Leads über unser Multi-Agent-Tool an mehrere ausgewählte Vertriebspartner aus. So verkaufen sich Immobilien heute", ist Florian Frey überzeigt. 

Antonius Mertin, Projektsteuerer der beta Eigenheim aus Bergkamen, gab einen Einblick in die inzwischen langjährig andauernde Entwicklung des Dortmunder Kronprinzenviertels.„Die Ruhrstudie von bpd bestätigt unsere Zielsetzung bei der Entwicklung und Realisierung des Kronprinzenviertels in Dortmund: Sowohl bezahlbaren als auch exklusiven Wohnungsbau im Herzen von Dortmund zu vereinen und dadurch eine Industriebrache zum neuen Wohnfühlraum der Region weiterzuentwickeln", so der Projektsteuerer. 

Nach einem sehr intensiven Austausch der Referenten in der anschließenden Podiumsdiskussion – hier kam Kai Müller, Abteilungsleiter Wohnen und Projekte der Stadt Bochum mit einem ebenso eloquenten wie fachkundigen Auftritt hinzu – blieb auch noch Zeit für ein Get Together im Foyer.

 

 

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