Wohnungsbau-Konferenz Bonn geht in die nächste Runde

Düsseldorf, 05.05.2026. Anfang März fand die nächste große Runde der Wohnungsbau-Konferenz Bonn (WoKoBo) statt. Die Konferenz stellt einen Dialog zwischen Stadtverwaltung, Marktakteuren und Politik her und widmet sich konkreten, wohnungsmarktrelevanten Themen.
Die Bonner Verwaltung erarbeitet derzeit mit dem Input der Marktakteure und Verbände wie dem BFW NRW klare Leitlinien und Zielsetzungen im Bereich Wohnen. So auch beim Märztermin, bei dem der Sachstand des Handlungskonzeptes Wohnen präsentiert und die Meinung der Marktakteure dazu eingeholt wurde, welche Maßnahmen in diesem Zusammenhang Priorität genießen sollten. Das Handlungskonzept wird im Anschluss an die Sommerpause in die politische Beratung eingebracht.
Klar ist schon heute, dass Bonn einen Planungsturbo anstrebt, bei dem Verwaltungsprozesse im Bauleitplanverfahren – insbesondere die Einbindung von und Abstimmungen zwischen den Ämtern – auf den Prüfstand gestellt und idealerweise vereinfacht werden sollen. Das geschieht unabhängig von der Implementierung des sogenannten Bau-Turbos, einem Bundesgesetz, das nach dem Willen von Oberbürgermeister Guido Déus möglichst zeitnah und umfassend durch den Stadtrat kommunal umgesetzt werden soll.
Im Rahmen der WoKoBo-Veranstaltung wurden die Ergebnisse der einzelnen Workshops vorgestellt, in denen die Stadt seit der letzten großen Runde unter anderem gemeinsam mit dem BFW NRW und seinen Mitgliedern über die Themen Bau-Turbo, Baulandmodell und eben das Handlungskonzept Wohnen diskutiert hatte. Neben Oberbürgermeister Guido Déus waren Baudezernent Helmut Wiesner, Sozialdezernentin Azra Zürn und Leitungspersonal des Stadtplanungsamtes anwesend. Das unterstreicht die Bedeutung, die Bonn diesem Prozess und damit dem Thema Wohnungsbau seit einiger Zeit beimisst.
Neben der Einrichtung eben dieser Konferenz, einem Bekenntnis zu einer Ermöglichungskultur für Bauvorhaben und einer Beschleunigung der Bauleitplanverfahren geht die Stadt außerdem auf eine weitere BFW-Forderung ein, die der Verband in seinem 6-Punkte-Plan für Bonn formuliert hatte: Mittelfristig soll eine „Koordinationsstelle Wohnen“ eingerichtet werden, die nach dem Vorbild anderer Kommunen eine zentrale Anlaufstelle für Vorhabenträger darstellen wird.
Foto: Sie vertraten den BFW NRW auf der WoKoBo (v. l.): Holger Nemitz (Geschäftsführer RheinHaus und Sprecher BFW-Region Bonn) und Jason Krstic (Koordinator BFW-Region Köln/Bonn/Aachen).