Iran-Konflikt droht Immobilienbranche stark zu belasten

Düsseldorf, 25.03.2026. Angesichts der aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten warnt Martin Dornieden, geschäftsführender Gesellschafter der DORNIEDEN Gruppe und Vorsitzender des BFW NRW, vor erheblichen Auswirkungen auf die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft. Steigende Energiepreise infolge des Iran-Konflikts könnten die Branche erneut massiv unter Druck setzen. Als Projektentwickler und Bauträger sehe er mit großer Sorge auf die ökonomischen Folgen. Dabei macht dem BFW NRW-Vorsitzenden vor allem die Reaktion an den Energiemärkten Sorgen. „Steigende Energiepreise wirken wie ein Brandbeschleuniger für Inflation, Zinsen und Baukosten“, so Dornieden.
Energiepreise als Inflationstreiber – steigender Druck auf Bau und Finanzierung
Bereits die Auswirkungen des Ukraine-Krieges hätten gezeigt, wie sensibel die Branche auf Energiepreisschocks reagiert. „Wir haben erlebt, wie schnell Energie- und Rohstoffpreise explodieren können, mit dramatischen Folgen für die Bauwirtschaft“, erinnert Dornieden. Baukosten seien im zweistelligen Prozentbereich gestiegen, Lieferketten unterbrochen worden und zahlreiche Projekte hätten sich verzögert oder seien ganz gestoppt worden.
Eine ähnliche Entwicklung drohe nun erneut. Steigende Energiekosten könnten die Inflation wieder anheizen, Zinsen weiter steigen lassen oder auf hohem Niveau halten und Finanzierungen zusätzlich verteuern und erschweren. Gleichzeitig würden die Baukosten weiter unter Druck geraten. „Das trifft die gesamte Branche empfindlich – vom Bauträger über die Wohnungsunternehmen bis hin zu den Mietern“, betont Dornieden.
Verunsicherung am Investmentmarkt wächst
Neben den direkten Kostenfolgen sieht Martin Dornieden auch zunehmende Unsicherheiten auf dem Immobilienmarkt. Die Konsequenzen seien bereits spürbar: Kalkulierte Renditen geraten unter Druck, Projektfinanzierungen werden schwieriger und Neubauvorhaben werden verschoben oder ganz aufgegeben.
„Wir laufen Gefahr, dass sich die ohnehin angespannte Lage im Wohnungsbau weiter verschärft“, warnt Dornieden abschließend. „Gerade in einer Zeit, in der wir dringend neuen Wohnraum brauchen, wäre das ein fatales Signal.“