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Bonn: Thema Wohnen und Bauen erhält neuen Stellenwert


fotomek - stock.adobe.com
21. November 2025

Düsseldorf, 21.11.2025. Der Bonner Wohnungsmarkt steht weiterhin unter erheblichem Druck: Laut einer Studie im Auftrag des BFW NRW werden bis 2040 rund 35.000 zusätzliche Wohnungen benötigt. Gleichzeitig belasten hohe Baukosten und schwierige Finanzierungsbedingungen neue Projekte – ein Problem, das bundesweit gilt. Umso wichtiger ist es, dass Kommunen aktiv dazu beitragen, Vorhaben wieder wirtschaftlich darstellbar zu machen. In Bonn zeichnet sich hierfür ein positiver Wandel ab: Der politische Kurswechsel nach der Kommunalwahl und eine neue Prioritätensetzung der Verwaltung geben Anlass zur Hoffnung.

Ein zentraler Schritt ist die (Wieder-) Einsetzung der Wohnungsbau-Konferenz Bonn (WoKoBo), die Verwaltung, Politik und Wohnungswirtschaft an einen Tisch bringt. In ersten Dialogforen diskutierten die Beteiligten, darunter der BFW NRW, sowohl die Umsetzung des bundesweiten „Bau-Turbo“ zur Planungsbeschleunigung als auch das Bonner Baulandmodell. Dabei zeigte sich, dass letzteres in der bisherigen Form kaum Wirkung entfaltet und dringend überarbeitet werden sollte.

Der BFW NRW bringt die Erfahrungen seiner Mitglieder aktiv ein und sieht in der aktuellen Dialogbereitschaft der Stadt ein wichtiges Signal: Die Verwaltung erkennt die Herausforderungen an und zeigt Bereitschaft zu konstruktiven Lösungen. Mit dem neuen Oberbürgermeister Guido Déus wächst zudem die Erwartung, dass Wohnungsbau künftig wieder einen höheren politischen Stellenwert erhält. Die Überarbeitung des Handlungskonzepts Wohnen bietet dafür bereits die nächste Chance