Agenda Aktuell

BFW-Stellungnahme zur Baulandaktivierung, Beschleunigung und Entbürokratisierung

Die Bundesregierung wird laut Koalitionsvertrag im Herbst 2018 auf einem “Wohngipfel 2018” ein Maßnahmenpaket “Wohnraumoffensive” vereinbaren. Daran sollen sowohl Länder, Kommunen, Vertreter der Bau- und Immobilienwirtschaft, der Mieter- und Vermieterverbände und der Gewerkschaften beteiligt werden. (mehr …)


Ministerin Scharrenbach startet Projektaufruf “Besser Wohnen – Zu Hause im Quartier”

Presseinformation

Ministerin Scharrenbach startet Projektaufruf “Besser Wohnen – Zu Hause im Quartier”

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstel­lung des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit:

Die nordrhein-westfälische „Allianz für mehr Wohnungsbau“ hat heute bei ihrer Kuratoriumssitzung den Projektaufruf „Besser Wohnen – zu Hause im Quartier“ beschlossen. Der Aufruf richtet sich an Vermieterinnen und Vermieter sowie Wohnungsunternehmen. Sie können jetzt durch die Unterstützung der Landesregierung ihre Wohnungsbestände um­fassend weiterentwickeln. Ziel des Projektaufrufs ist es, durch umfassende Modernisierungen und ergän­zenden Neubau bezahlbare Wohnsiedlungen zu schaffen.

Ministerin Ina Scharrenbach: „Wir fördern bei unserer Modernisierungsoffensive nach der Devise: 100 – 100 – 20 – 20! 100 Prozent Finan­zierung der Modernisierungskosten – bis zu 100.000 Euro Darle­hen pro Wohnung. Der Tilgungsnachlass auf das Förderdarlehen be­trägt landesweit einheitlich 20 Prozent – die Dauer der Sozialbin­dungen in den geförderten Wohnungen ist 20 Jahre. Zeitgemäße und bedarfsgerechte Wohnangebote brauchen Modernisierung. Die grundlegend erneuerte und verbesserte Modernisierungsförderung des Landes bietet hierfür beste Lösungen. Für den Projektaufruf stehen pro Jahr 70 Millionen Euro zur Verfügung, die vor allem für ´Besser Wohnen – Zu Hause im Quartier´ eingesetzt werden. Wir helfen dabei, gebaute Heimat zu erneuern.“

Alexander Rychter, Verbandsdirektor vom Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen (VdW) sagt: „Wir be­grüßen den ersten Projektaufruf der Allianz zur Teilnahme an der Modernisierungsinitiative „Besser Wohnen – Zu Hause im Quartier“ außerordentlich. Unsere Mitglieder haben durch die neue Modernisierungsförderung die Möglichkeit, ihre Bestandsquartiere durch neu geschaffene Qualitäten weiterzuentwickeln und zu stärken. Die Gemeinschaftsinitiative bietet die Chance zu zeigen, dass mehrjährig sichere Wohnraumfördermittel die Basis für vielfältige Erneuerungsaufgaben darstellen. So können wir auch ein starkes Signal nach Berlin senden und an die Mitverantwortung des Bundes für die Wohnraumförderung appellieren.“

Aus Sicht der mittelständischen Immobilien- und Wohnungsunterneh­mer betont Martin Dornieden, Vorsitzender des BFW Landesverbands Nordrhein-Westfalen – Verband der mittelständischen Immobilienwirt­schaft: „Nordrhein-Westfalen braucht mehr und bezahlbaren Wohn­raum. Der Projektaufruf „Besser Wohnen – Zu Hause im Quartier“ entspricht dem aktuellen Bedarf unserer Mitglieder. Durch die Gemeinschaftsinitiative wird die Möglichkeit geboten, mit Wohnraumfördermitteln Bestandsquartiere passgenau zu modernisieren. Zudem begrüßen wir durch das heute gegründete Kuratorium den Schulterschluss zwischen allen Akteu­ren auf dem Wohnungsmarkt; ob Land oder Kommune, Wohnungswirtschaft oder Mietervertreter. Von unserer gemeinsamen Allianz erhoffen wir uns neue Impulse.“

„Wir sind mit dem ersten Halbjahr 2018 hinsichtlich des Mittelabrufs für die Bildung selbst genutzten Wohneigentums sehr zufrieden. Die hohe Nachfrage belegt, wie erfolgreich die neue Ausgestaltung für die Förderung selbst genutzten Eigentums ist“, so Erik Uwe Amaya, Ge­schäftsführer Haus & Grund Nordrhein-Westfalen. „Wir begrüßen die Bereitschaft der Kuratoriumsmitglieder, unsere Anliegen zu unter­stützen und so beispielsweise auch Wohnungsbestände außerhalb der Ballungszentren zu stärken.“

 

Hintergrund:

  • Die „Allianz für mehr Wohnungsbau“ ist der Zusammenschluss aus dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen sowie den wohnungswirtschaftlichen Verbänden (Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen (VdW), BFW Landesverband Nordrhein-Westfalen – Verband der mittelständischen Immobilienwirtschaft, Haus & Grund Nordrhein-Westfalen). Neben den Gründungsmitgliedern wird die „Allianz für mehr Wohnungsbau“ durch die kommunalen Spitzenverbände, der Mieterbund, die Architektenkammer, die Bauwirtschaft und die NRW.BANK unterstützt.
  • Der VdW Rheinland Westfalen ist Dienstleister für seine Mitgliedsunternehmen in Nordrhein-Westfalen und dem nördlichen Rheinland-Pfalz. Etwa jeder fünfte nordrhein-westfälische Mieter lebt in den Wohnungsbeständen der Mitgliedsunternehmen des VdW Verbands der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen. Dem Verband gehören 480 Mitgliedsunternehmen der kommunalen/öffentlichen, genossenschaftlichen, kirchlichen sowie industrieverbundenen/privaten Wohnungs- und Immobilienwirtschaft an, die mehr als eine Million Wohnungen alleine in Nordrhein-Westfalen bewirtschaften. Im Jahr investieren sie kontinuierlich etwa 1,9 Milliarden Euro in ihre Bestände.
  • Der BFW Landesverband Nordrhein-Westfalen ist der Verband der mittelständischen Immobilienwirtschaft in Nordrhein-Westfalen und Mitglied im Spitzenverband BFW Verband der freien Immobilien- und Wohnungswirtschaft. Die Mitgliedsunternehmen stehen für 50 Prozent des Wohnungs- und 30 Prozent des Gewerbeneubaus und sind die Hauptantriebskraft des Städtebaus. Sie prägen damit entscheidend die derzeitigen und die zukünftigen Lebens- und Arbeitsbedingungen in Nordrhein-Westfalen. Der Verband vertritt die Interessen von rund 250 Mitgliedsunternehmen.
  • Haus & Grund Nordrhein-Westfalen ist der Zusammenschluss der fünf Landesverbände der Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümervereine in Nordrhein-Westfalen. Er vertritt die Interessen von über 230.000 Haus- und Wohnungseigentümern, Vermietern sowie Kauf- und Bauwilligen gegenüber Politik, Gesellschaft und Medien. Die Haus & Grund-Mitglieder bieten als private Vermieter mehr als eine Million Mietwohnungen in Nordrhein-Westfalen an. Aufruf-Besser-Wohnen_2018_06_26.pdf pdf Datei ansehen —  Datei herunterladen

Habitat for Humanity

Mit Habitat for Humanity bauen wir mehr als nur Häuser. Wir stärken Familien, Gemeinden und Hoffnung. Anstatt nur über Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe zu sprechen, kann man diese Werte mit Habitat for Humanity in die Tat umsetzen.

 

Jimmy Carter, ehem. US-Präsident und Friedensnobelpreisträger

Big Build 2018 – Freiwilligeneinsatz in Vietnam

In der Region Dong Thap findet im November 2018 ein sogenanntes “Big Build” von Habitat for Humanity statt. Gemeinsam mit den Einheimischen werden innerhalb einer Woche 25 Eigenheime für 25 bedürftige Familien gebaut.

Habitat for Humanity und der BFW laden Sie ein dabei zu sein: Hand in Hand mit den begünstigten Familien und zusammen mit den anderen Helfern, bauen Sie Stein für Stein ein Zuhause – das Fundament für eine stabile Zukunft.

Das Engagement der Freiwilligen verändert nicht nur das Leben der Projektbegünstigten nachhaltig zum Positiven; es ist eine unvergessliche, inspirierende und multikulturelle Erfahrung für alle Teilnehmer. Gesellschaftliche Verantwortung, Motivation, Teambuilding, Netzwerke und Mitarbeiterförderung werden verknüpft.

Kommen Sie persönlich oder schicken Sie Ihre Nachwuchsführungskräfte und geben Sie ihnen so die Chance zu helfen und zugleich den eigenen Horizont und ihre Kontakte in die Branche zu erweitern.

Habitat for Humantiy Deutschland e.V.

Habitat for Humanity ist eine internationale Hilfsorganisation mit Projekten und Büros in mehr als 70 Ländern. Gemeinsam mit Freiwilligen bauen wir seit Gründung in den USA im Jahr 1976 in nachhaltigen Projekten einfache und finanzierbare Häuser für und mit Menschen weltweit. Denn jeder hat das Recht auf ein Dach über dem Kopf und ein schützendes Zuhause. Unsere Projekte sind alle im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe ausgerichtet. Wir helfen allen Menschen unabhängig von Nationalität, Religion oder Ethnie. Darüber hinaus sind wir in der Katastrophenvorsorge und Katastrophenhilfe tätig.

Durch Hausbau, Renovierungs-, Nachrüstungs- sowie Instandhaltungsarbeiten ermöglicht es Habitat for Humanity Menschen, sich das Fundament für eine gesündere, selbstbestimmtere Zukunft zu bauen: Ein Zuhause. Habitat for Humanity baut auf Selbsthilfe, Selbstbestimmung und Eigenverantwortung. Die Partnerfamilien müssen im Sinne strenger Kriterien bedürftig sein und sind dennoch keine Almosenempfänger. Sie sind maßgeblich in die Projektplanungen eingebunden, bezahlen die Baumaterialien ihres Hauses und erarbeiten sich so ihr Eigentum. Langfristige, gering verzinste Kredite bieten diese Möglichkeit auch bei sehr niedrigen Einkommen. Die Eigenleistungen der Familien, tatkräftige Nachbarschaftshilfe und Unterstützung durch Freiwillige helfen zudem, die Baukosten gering zu halten.

Anmeldefrist bis zum 30. Juni 2018!
Weitere Informationen und Anmeldeformular finden Sie hier:
Habitat Anmeldeformular pdf Datei ansehen —  Datei herunterladen

                                                                                                                                Logo Habitat HABITAT

       Zur Einstimmung ein kleiner Film des Einsatzes in Vietnam.


Die Mietpreisbremse: Gescheitert und unbrauchbar

Namensartikel von BFW-Präsdident Andreas Ibel auf XING-Klartext

Die Menschenschlangen bei Wohnungsbesichtigungen reichen in Großstädten immer öfter bis auf die Straße. Hier wird für alle sichtbar: Der Wohnraummangel und die daraus resultierenden steigenden Mieten sind zu einem zentralen sozialen Problem unserer Zeit geworden. Dennoch präsentieren Politiker die Mietpreisbremse noch immer als Allheilmittel gegen steigende Mieten. Dabei haben zahlreiche Studien bestätigt: Durch die Mietpreisbremse wird keine einzige zusätzliche, bezahlbare Wohnung geschaffen. Damit wird nur an Symptomen herumgedoktert, statt die Ursachen für steigende Mieten anzupacken.

Fest steht: Angebot und Nachfrage auf dem deutschen Wohnungsmarkt sind aus dem Gleichgewicht geraten. Um die Nachfrage zu decken, müssten jährlich zwischen 375.000 und 400.000 neue Wohnungen gebaut werden – überwiegend in Ballungsgebieten und im preisgünstigen Segment. Über diese Zahlen herrscht Einigkeit zwischen Politik und der Immobilienbranche.

Bauen war noch nie so teuer und kompliziert wie heute

Die Crux ist jedoch: Bauen ist inzwischen so kompliziert, langwierig und teurer geworden, dass kaum noch Wohnungen im preisgünstigen Segment gebaut werden können – obwohl hier die Nachfrage am größten ist. Der größte Kostentreiber beim Bauen ist der Staat, wie eine Studie der ARGE Kiel aufzeigt. Seit dem Jahr 2000 haben sich die Bauwerkskosten um 55 Prozent verteuert. Mehr als die Hälfte dieses Kostenanstiegs geht auf das Konto von Politik und Verwaltung – in Form von steuerlichen und baurechtlichen Regelungen von Bund und Ländern und immer umfassenderen kommunalen Auflagen.

So müssen sich Bauherren beim Neubau durch einen Regulierungsdschungel von 20.000 Vorschriften kämpfen. 1990  waren dies „nur“ 5.000. Die energetischen Vorgaben wurden in 16 Jahren sechs Mal verschärft, wobei allein die letzte Verschärfung das Bauen um acht Prozent verteuert hat. Die Länder haben die Grunderwerbsteuer 27 Mal seit dem Jahr 2006 erhöht. Die Kommunen wiederum koppeln immer mehr Auflagen an die Vergabe der Baugrundstücke, was die Baulandpreise die Höhe treibt. Kurzum: Die steigende Baukosten und Baulandpreise wirken sich zwangsläufig auf die Mietpreise aus.

Die Lösungen sind bekannt – es fehlt aber an der Umsetzung

Dabei liegt die Lösung auf dem Tisch: In der Baukostensenkungskommission des Bundesbauministeriums haben Experten detailliert erarbeitet, wie Bauen wieder schneller, einfacher und kostengünstiger werden kann – und die Mietpreise somit wieder günstiger. Der Abschlussbericht mit 71 Empfehlungen weist den Weg zu einer Entspannung auf dem deutschen Wohnungsmarkt mit ausreichend bezahlbarem Wohnraum – unter anderem durch die pragmatische Entbürokratisierung der Bauvorschriften. Allerdings wurden nur wenige Maßnahmen umgesetzt, bevor der Abschlussbericht in der Schublade der vorherigen Bundesregierung verschwunden ist. Wir haben also kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem!

Hier muss der neue Bundesbauminister Horst Seehofer jetzt anpacken und die Länder und Kommunen mit ins Boot holen. Denn bezahlbarer Wohnraum entsteht einzig und allein durch Wohnungsneubau in Ballungsregionen, weniger Auflagen durch Bund, Länder und Kommunen und Baukostensenkungen. Wer hier vermeintlich einfache Lösungen wie die Mietpreisbremse als Allheilmittel propagiert, handelt unverantwortlich und auf Kosten all jener, die dringend auf bezahlbaren Wohnraum angewiesen sind.

BFW-Präsident Andreas Ibel auf XING-Klartext


Umfrage: Digitalisierung in der mittelständischen Immobilienwirtschaft

Mit dieser Umfrage wollen wir eine Datengrundlage schaffen, um den Status Quo der Digitalisierung in den Unternehmen und den Bezug zum Gebäude zu ermitteln. Darüber hinaus wollen wir das Potenzial neuer Innovationen und Hemmnisse untersuchen, um darauf aufbauend Erkenntnisse zum Umsetzungsstand und Handlungsfelder als Grundlage für die weitere Arbeit abzuleiten.

Hier gelangen Sie zur Umfrage!

 


KSK Marktbericht

Wir freuen uns, Ihnen einen ausführlichen Immobilienmarktbericht für die Region Köln der KSK-Immobilien vorlegen zu können. Der Bericht enthält wie in den Vorjahren eine detaillierte Auflistung von Miet- und Kaufpreisen auf kleinräumiger Ebene für die Städte Köln, Bonn und Leverkusen sowie für den Rhein-Erft-Kreis, Rhein-Sieg-Kreis, Rheinisch-Bergischen Kreis und Oberbergischen Kreis. Darüber hinaus werden die hinter den Preisstrukturen stehenden soziodemografischen und –ökonomischen Trends dargestellt. Dem Bericht kann entnommen werden, dass die Immobilienpreise in der Region in allen Marktsegmenten fortwährend ansteigen und nur wenige Indikatoren auf ein Ende des Wachstums hinweisen.

marktbericht-2017.pdf pdf Datei ansehen —  Datei herunterladen

 


Business Frühstück “Anforderungen an den Datenschutz”

Am 11.04.2018 lud der BFW NRW zu einem Business-Frühstück zu dem Thema “Neue Anforderungen an den Datenschutz” ein.

Die Präsentation zu der Veranstaltung können Sie hier einsehen: Vortrag-Einführung_in_die_DS-GVO_2018-04-11.pdf pdf Datei ansehen —  Datei herunterladen


BFW-Analyse des Koalitionsvertrages

Damit wollen wir eine erste Orientierung und Positionierung für die anstehende Interessenvertretung der privaten Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in dieser Legislaturperiode vornehmen. Spätestens mit der im Koalitionsvertrag benannten Evaluierung zur Mitte der Legislaturperiode wird auch der BFW diese Analyse überarbeiten.

BFW-Kurzanalyse des Koalitionsvertrages pdf Datei ansehen —  Datei herunterladen

 


Vorschriften-Dschungel beim Ordnungsrecht

Kreuz- und Knoblauchkröten, die Großbaustellen lahmlegen, widersinnige Brandschutzregeln und nächtliches “Schäfchen zählen nach Bauherren-Art”: Dirk Salewski, BFW-Vorstand und Geschäftsführer von beta Eigenheim, berichtet über absurde Auswüchse des Ordnungsrechts.

Auswüchse des Ordnungsrecht Datei herunterladen

 


Ergebnisse der Sondierungsgespräche von CDU, CSU, SPD

Im Rahmen ihrer Sondierungsgespräche haben die Spitzen von CDU, CSU und SPD ein 28seitiges Papier verfasst und am 12. Januar vorgestellt. Der BFW hat die Punkte, die sich direkt auf die Immobilienwirtschaft beziehen, für Sie zusammengefasst:

  1. Wohnraumoffensive
  • Unser Ziel ist es, dass 1,5 Millionen Wohnungen frei finanziert und öffentlich gefördert gebaut werden. Hierzu sind Maßnahmen im Bereich der Baulandmobilisierung, finanzielle Anreize und Maßnahmen zur Eigentumsbildung erforderlich.
  • Wir werden die Gewinnung von Wohnbauland von Landwirten durch steuerlich wirksame Reinvestitionsmöglichkeiten in den Mietwohnungsbau nach einer verfassungsrechtlichen Prüfung verbessern.
  • Wir werden nach einer verfassungsrechtlichen Prüfung den Kommunen durch Schaffung der rechtlichen Grundlagen die Möglichkeit einräumen, die Baulandmobilisierung durch steuerliche Maßnahmen zu verbessern.
  • Wir werden den Gemeinden bundeseigene Grundstücke (BImA) für den Wohnungsbau zu vergünstigen Konditionen zur Verfügung stellen.
  • Finanzielle Anreize für den Wohnungsbau werden wir durch folgende Maßnahmen schaffen:
  • Wir werden durch zweckgebundene Zuweisungen die Beteiligung des Bundes am sozialen Wohnungsbau auch für die Jahre 2020 und 2021 auf rechtssicherer Grundlage garantieren.
  • Wir schaffen steuerliche Anreize für den freifinanzierten Wohnungsbau.
  • Wir werden Eigentumsbildung insbesondere für Familien finanziell unterstützen

2. Mieten

  • Unser Ziel ist es, dass eine finanzielle Überforderung von Mietern durch unverhältnismäßig steigende Mieten vermieden wird:
  • Wir werden durch Schaffung gesetzlicher Grundlagen die Einführung und Anwendung des „qualifizierten Mietspiegels“ verbreitern. Die Verlängerung des Bindungszeitraumes für einen qualifizierten Mietspiegel werden wir prüfen.
  • Die Mietpreisbremse wird zum Ende des vorgesehenen Geltungszeitraumes auf Wirksamkeit und insbesondere unter Berücksichtigung der Erkenntnisse aus der Rechtsprechung evaluiert.
  • Wir werden eine Anpassung des Wohngeldes an die jeweiligen allgemeinen und individuellen Lebensbedingungen vornehmen. Die Veränderung der maßgeblichen Kriterien werden wir regelmäßig prüfen.
  • Im Bereich der energetischen Gebäudesanierung werden die Anforderungen der EnEV 2016 weiterhin maßgeblich sein, damit weiterer Kostenauftrieb für die Mietpreise vermieden wird. Die anzustrebenden CO2-Einsparungen können auch auf Quartiers- und Siedlungsebene bilanziert werden.
  • Modernisierungsumlagen sollen nicht zu unverhältnismäßigen Mieterhöhungen führen. Wir werden die Modernisierungsumlage mit Blick auf die gesunkenen Zinsen absenken und an den Zinsverlauf anpassen.

3. Kommunen

  • Unser Ziel sind gleichwertige Lebensverhältnisse in handlungsfähigen Kommunen im urbanen und ländlichen Raum, in Ost und West:
  • Wir werden alle bisher kommunal entlastend wirksamen Finanzprogramme fortführen, sicherstellen und anpassen, u.a. die Städtebauförderung und Integrationsprogramme.
  • Wir werden Strukturschwächen im ländlichen Raum, in Regionen, Städten und Kommunen in allen Bundesländern bekämpfen, um gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen, zum Beispiel durch Dezentralisierungsstrategien. Eine Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ soll hierzu konkrete Vorschläge erarbeiten. Dabei prüfen wir auch Maßnahmen im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe für Kommunen zum Beispiel mit Altenschulden und hohen Kassenkrediten.
  • Wir werden ehrenamtliches und bürgerschaftliches Engagement durch konkrete Maßnahmen unterstützen und stärken.

Das Dokument steht hier zum Download bereit:

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